Was Ihr dürft
Was immer Ihr auch mitnehmen wollt, irgendwo ist gewichtsmäßig und von den Ausmaßen her Schluß. Die Beladung in KG findet Ihr in euren Fahrzeugpapieren. Bedenkt auch, daß Fahrer und Beifahrer ihr Geicht haben. Es macht keinen Sinn sich mit einer überladenen Karre zu crashen. Denkt auch bei Städtetouren daran, das sich einer mal was kaufen könnte und dann noch mehr Plunder an der Karre hängt. Weniger ist also mehr. Gerade wenn man von einem völlig verschiedenen Verhalten der Maschinen ausgehen kann. Beim fahren und beim bremsen. Es gibt bereits relativ preiswerte Satteltaschen oder Tankrucksäcke. Eigenbauten aus Plasiktüten und Planen sind Schrott und werden die Tour nicht überleben. Die Sachen müssen mehr aushalten als man glaubt. Zudem ist sich lösendes und auf der Fahrbahn rumfliegendes Zeug für alle Beteiligten gefährlich. Die verlorenen Sachen sind dann entweder verschollen und/oder garantiert von 40 Sattelschleppern überrollt. In den Satteltaschen findet Ihr eine Anleitung, wie sie anzubringen sind und wieviel kg die Dinger aushalten. Am besten daran halten. Achtet darauf, das für die Taschen und Tankrucksäcke Plastiküberzieher gegen starken Regen mitgegeben werden. Auch interessant ist die Betrachtung des Eigners solcher Ausrüstungsgegenstände. Du fällst tagein tagaus mindestens drei mal über diese Mistsäcke. Aber am Tag der Abfahrt sind sie garantiert nicht aufzufinden. Ein seltsames Phänomen, daß ich immer wieder feststellen muß. ??? Abhilfe schafft nur eine frühe Vorbereitung. Sind alle Sachen da? Da war doch irgendwas letztes Jahr kaputtgegangen. Was war das nochmal? Wer zur Hölle hat den Schlafsack naß eingepackt und ein Jahr lang in der Tüte rotten lassen? Fragen die man sich besser ein paar Tage vor Abfahrt stellt. Sonst ist man der Trottel wenn´s los geht. Was immer Ihr tut, und wenn es noch so ein dolles Wetter ist: Verpackt den Kram als würde die Sintflut losbrechen. Denn Scheiße passiert. Die soll nur nicht Euch passieren. Noch ein Packtip: Tut einmal so ab ob. D.h., den ganzen Kram packen und an die Kiste gurten. Spätestens da sieht man was geht und was nicht. Dann in die original vorgesehenen Klamotten steigen und einfach einmal über die Landstraße und die Autobahn brettern (mit Sozius/Sozia). Wenn jetzt noch Verbesserungen zu machen sind, kann man die in Ruhe machen und die Fahrt wird eine korrekte. Lieber über die anderen lachen und endlos klugscheißen wie ein Altrocker auf Koks (also wenn ich eins gut kann, dann ...). Der Tipps kein Ende: Packt wie Ihr wollt, die Freunde in Grün haben so ihre eigene Meinung von der Lesbarkeit des Nummernschildes. Tut Euch den Gefallen und tut denen den Gefallen. Am Ende werdet Ihr wegen so einem Mist angehalten und kriegt die Packung für ganz andere Sachen (die Euch vielleicht selbst noch nicht aufgefallen sind). Auch das Packen über Beleuchtungseinheiten, sehr beliebt bei Harleyfahren mit sogenannten Speedbags, ist ein lustiger Effekt. Die Lampe wird heiß und brennt sich langsam durch Eurer Hab und Gut. Am Ende sieht die Fuhre aus wie ein brennender Kampfflieger nach Abschuß. Nach den Löscharbeiten kann man dann mehr als nur ein Loch im Schlafsack, Zelt und den Ersatzklamotten zählen (Pers. Grüsse: Armer Wurm, lauter Löcher in Leopoldsburg!) Zudem wird die Verbrennungstemperatur dann so hoch, das auch die Lampe aufgibt, zumindest das Glas (noch ein Gruß an Bruder Wurm. Was hat das Ersatzglas gekostet?) Also, alles schon passiert.
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