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Reiseapotheke - Gesundheitsrisiken auf Reisen

 
  • Jeder denkt im Urlaub zuerst an Erholung, Sonne, Abenteuer und Spass. Dabei wird häufig vergessen, dass bei einem exotischem Ziel das Risiko einer Gesundheitsgefährdung steigt. Deshalb kann der Grundsatz nur lauten: Nie ungeschützt und unvorbereitet auf Fernreisen!
  • Häufig treten auf:
    Durchfall-Erkrankungen, Fieberhafte Effekte, Unfälle, Hepatitis, Malaria, Geschlechtskrankheiten, Typhus.
    Das persönliche Risiko zu erkranken, läßt sich dabei durch ein gesundheitsbewußtes Handeln vor, während und nach der Reise deutlich verkleinern.
  • Welche Impfungen gibt es eigentlich für die Reise?
    Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphterie, Polio (Kinderlähmung), Tollwut, Typhus, Hepatitis, Gelbfieber, Cholera, Malaria.
  • Wogegen Sie sich Impfen lassen sollten, hängt natürlich von Ihrem Reiseziel ab. Auskünfte geben die Tropeninstitute. Diese sind immer auf dem neuesten Stand.

Und nun einige Erklärungen zu den genannten Krankheiten:

AIDS:

Aids (HIV-Virus) ist eine übertragbare Krankheit, die erst durch einen Bluttest sicher festgestellt werden kann. Es könne einige Jahre vergehen zwischen Ansteckung und dem wahrscheinlichen Ausbruch von Aids. In dieser Zeit können sich Infizierte körperlich ganz gesund fühlen, das Virus aber an andere Personen übertragen. Bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr (Vaginal-, Oral- oder Analverkehr) mit infizierten Personen ist das Risiko am höchsten. Dabei reicht ein einziger ungeschützter sexueller Kontakt aus, um sich anzustecken! Vorbeugung: Das Kondom ist zur Zeit das einzige Mittel, das weitgehenden Schutz vor einer Ansteckung mit Aids (und den meisten anderen sexuell übertragbaren Krankheiten) bietet. Kondome sind hitzeempfindlich! Schützen Sie sie daher vor intensiver Sonnenbestrahlung und mechanischen Beschädigungen. Eine Bluttransfusion im Urlaubsland sollten Sie nur dann annehmen, wenn Sie lebensrettend notwendig ist. Eine Versicherung, die Ihnen bei einem schweren Krankheitsfall einen medizinisch notwendigen Rücktransport gewährleiset, kann dann sinnvoll sein. Bei ärztlichen oder zahnärztlichen Eingriffen im Reiseland sollten Sie sich vergewissern, daß die verwendeten Instrumente sterilisiert sind.

Cholera:

Die Cholera kommt überwiegend in Südostasien aber auch in Zentralasien, Mittelamerika und Afrika vor. Cholera ist eine Krankheit die überwiegend den Dünndarm befällt, meißt akut einsetzende wasserartige Durchfälle mit Erbrechen führen schnell zur Austrocknung des Körpers. Unbehandelt führt diese Krankheit zum Tode. Als Ansteckungsquelle gelten der Mensch und seine Ausscheidungsprodukte. Es gibt eine Schluckimpfung, sowie ein Impfstoff zur Injektion. Einige Länder verlangen bei der Einreise aus Epidemiegebieten die Impfung.

Diphtherie:

Durch die aktive Schutzimpfung kommt die Diphtherie in Industrieländern kaum noch vor. Die Krankheit wird als Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen und manifestiert sich hauptsächlich im Atembereich. Nach 2-7 Tagen kommt es zu lokalen Entzündungen, bei Komplikationen können Herzmuskelentzündungen, Kreislaufversagen und Herztot auftreten. Eine vorbeugende Impfung in Kombination mit einer Impfung gegen Wundstarrkrampf alle10 Jahre wird dringend empfohlen.

Gelbfieber:

Gelbfieber ist eine durch Stechmücken übertragende tropische Viruskrankheit, die insbesondere in Mittel- und Südamerika und in Afrika vorkommt, jedoch nicht in Asien.

Hepatitis A:

Die Hepatitis A ist ein häufiges Reisemitbringsel und wird durch das Hepatitis A-Virus übertragen. Der Erreger kommt häufig in den Tropen bzw. Subtropen wie z.B. im zentralen und südlichen Asien, Zentralafrika, im Nahen und Mittleren Osten, aber auch in Teilen Süd- und Mittelamerikas sowie in verschiedenen Mittelmeerländern vor. Die Übertragung erfolgt durch verschmutzte Nahrung oder Trinkwasser, aber auch durch Essgeschirr und Handtücher. Es kommt bei Infektion zu grippeähnlichen Erscheinungen, Übelkeit, Erbrechen, und allgemeiner Abgeschlagenheit. Es steht ein Impfstoff zur Verfügung der nach zweimaliger Impfung einen zuverlässigen Schutz bietet.

Hepatitis B:

Diese Viruserkrankung ist Weltweit verbreitet und kommt besonders in tropischen Ländern vor. Die Erkrankung beginnt ähnlich wie bei Hepatitis A mit Grippegefühl, Fieber, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Nach einigen Tagen kann man feststellen, dass der Urin dunkel und der Stuhl hell wird.

Hepatitis C:

Infektionsweg: Tröpfchen/Flüssigkeiten/Tränenflüssigkeiten/Speichel (im ungünstigsten Fall). Keine Impfung möglich.

Kinderlähmung (Polio):

Die Kinderlähmung ist eine Virusinfektion die heutzutage in den Entwicklungsländern Afrikas und Asiens verbreitet ist. Die Übertragung erfolgt über Nahrungsmittel oder infiziertes Trinkwasser. Nach der Infizierung treten hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und gastrointestinale Beschwerden auf. Verbleiben können Lähmungen. Eine Impfung schützt und sollte alle 10 Jahre wiederholt werden.

Malaria:

Die Malaria gewinnt bei Fernreisen zunehmend an Bedeutung. Die Krankheit, die durch Mücken übertragen wird, unterscheidet sich in drei Arten: Malaria tertiana, Malaria quartana und Malaria tropica. Der Malariaanfall beginnt meißt mit Schüttelfrost und hohem Fieber, je nach Art der Malaria können Durchfälle, Kopfschmerzen und Kreislaufkollaps hinzukommen. Die Malariaprophylaxe sollte 1 Woche vor dem Abflug begonnen werden und 4 Wochen nach Beendigung der Reise fortgeführt werden. Die Malaria ist bei rechtzeitiger Behandlung heilbar.

Tollwut:

Von der Tollwut können alle Säugetiere betroffen werden, wie z.B. Hunde, Katzen, Füchse aber auch Mungos, Affen oder sogar Fledermäuse. Die Übertragung erfollgt durch Tiersekrete wie z.B. durch Speichel beim Biss oder durch Kratzen und Lecken. Nach allgemeinen Beschwerden folgen Krämpfe bis hin zur Herzlähmung. Jede manifeste Erkrankung ist tödlich. Bei Personen mit hohem Risiko wie Jäger oder z.B. Trekkingreisende ist eine vorbeugende Impfung sinnvoll.

Thyphus:

Die Infektionsgefahr kann durch Vermeiden von belasteten Lebensmitteln wie z.B. Rohkostsalate, Rohmuscheln, unsauberes Trinkwasser deutlich herabgesenkt werden. Eine Impfung gegen Typhus steht als Schluckimpfung und als Injektion zur Verfügung.

Tuberkulose:

Bei der Tuberkulose handelt es sich um eine Infektionskrankheit (durch die sog. Tuberkelbakterien). Die Tuberkulose befällt zunächst in aller Regel die Lungen, kann aber im Verlauf alle Organe betreffen. Die Symptome der Tuberkulose sind anfangs meistens gering; oft bemerkt der Patient lange Zeit gar nichts von der Erkrankung. Mögliche Symptome sind leichtes Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust und Husten, eventl. mit blutigem Auswurf. Mit dem Befall anderer Organe können zahlreiche weitere Symptome auftreten, z. B. Bauchschmerzen und -krämpfe, Schmerzen beim Wasserlassen, Schmerzen der Knochen und Gelenke. Bei Befall der Hirnhäute und des Gehirns sind Kopfschmerzen, Sehstörungen und Wesensveränderung möglich.

Wundstarrkrampf (Tetanus):

Tetanus ist eine durch Giftstoffe von Bakterien verursachte Krankheit, die durch Verletzungen erworben werden kann. Eine Auffrischung der Impfung wird in der Regel alle 10 Jahre empfohlen.

Bitte beachten: Die aufgeführten Informationen sind nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt worden. Für deren Richtigkeit können wir jedoch keine Haftung übernehmen. Für dasThema "Reiseapotheke / Reisemedizin" aber auch sinngemäss für andere Themen gilt: "Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. andere Fachleute".