Falls Sie schon eine Reiseapotheke besitzen, überprüfen Sie den Inhalt ehe Sie verreisen, gegebenfalls müssen Sie ihn ergänzen (s. Haltbarkeitsdatum).

Tipps zu Reisemängeln

Schnelles Handeln

Enttäuschte Urlauber, die ihrem Ärger Luft machen und vom Reiseveranstalter einen Teil des gezahlten Reisepreises zurückfordern oder Schadenersatz verlangen wollen, sollten sofort zu Stift und Papier greifen: Alle Forderungen müssen innerhalb eines Monats nach vertraglich festgelegtem Reiseende beim Veranstalter vorliegen. Voraussetzung für eine Minderung des Reisepreises oder Schadenersatz ist allerdings, dass die Mängel beim Reiseleiter am Urlaubsort angezeigt worden sind.

Einschreiben mit Rückschein

Reklamieren sollten Urlauber unbedingt schriftlich und per Einschreiben mit Rückschein. Buchungsnummer, Reisezeit und Ziel dürfen in dem Brief ebenso wenig fehlen wie eine genaue Beschreibung der Mängel. Besonders wichtig: Der Kunde muss in dem Schreiben seine Ansprüche auf Minderung bzw. Schadenersatz ausdrücklich geltend machen.

Zeugenaussagen

Auch sollten vorhandene Belege wie Fotos, Bestätigungen des örtlichen Reiseleiters und gegebenenfalls Zeugenaussagen beigefügt werden. Am besten wird dem Veranstalter zur Bearbeitung eine Frist von 14 Tagen gesetzt. Ratsam ist zudem, zur „Beweissicherung" Kopien aller Unterlagen anzufertigen.

Bei Ausfällen und Verspätungen: Auf Fluggastrechte pochen

Können Fluggesellschaften eine Ankunftszeit nicht einhalten oder fallen Flüge komplett aus, stehen den Fluggästen wie bei Bahnfahrten unter bestimmten Voraussetzungen umfangreiche Rechte zu. Bei einer Annullierung des Flugs haben Kunden zum Beispiel wahlweise Anspruch auf die Rückzahlung des Ticketpreises oder eine kostenlose, alternative Beförderung. Darüber hinaus erhalten Betroffene Ausgleichsleistungen, sofern sie diese einfordern. Das gilt bei Annullierungen und bei Verspätungen ab drei Stunden gleichermaßen. Häufig weisen Gesellschaften diese Ansprüche aber pauschal zurück, indem sie fälschlicherweise auf außergewöhnliche Umstände hinweisen. Sie hoffen, dass Kunden einen ablehnenden Bescheid hinnehmen und sich vor juristischen Schritten fürchten. Fluggäste sollten sich aber nicht fügen, sondern konsequent auf ihrem Recht bestehen. Dabei unterstützen darauf spezialisierte Dienstleister. Wer zum Beispiel mit Flightright Erfahrungen gemacht hat weiß, dass gegen eine überschaubare Provision die Kundenrechte durchgesetzt werden - die Erfolgsquote liegt hoch.